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23.06.2020

Bildung nach der Lehre


Nach der Lehre geht der Bildungsweg für die meisten jungen Erwachsenen weiter. Weniger als die Hälfte (48 Prozent) arbeitet fünf Jahre nach dem Lehrabschluss im erlernten Beruf. Das zeigen neue Zahlen des Bundesamts für Statistik BfS. Etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent) bewegt sich beruflich nach oben und arbeitet in einem Beruf mit höherem Qualifikationsniveau. Ein knapppes Viertel (22 Prozent) bewegt sich horizontal und ist in einem anderen Beruf mit ähnlichem Qualifiktationsniveau tätig. Vier Prozent sind sind in einem Beruf mit tieferer Qualifikaiton tätig. Bei der beruflichen Bewegung nach oben handelt es sich meist um Spezialislierungen innerhalb eines Tätigkeitsfelds, etwa von Fachangestellten Gesundheit zu Pflegefachpersonen. Bei der Berufswahl ist die Orientierung am Arbeitsmarkt tief: Nur zwei von 10 Personen lernen einen Beruf mit hohem Fachkräftemangel (gemäss Bedarfsindex des SECO). Hingegen nach der Lehre lässt sich eine hohe Orientierung am Arbeitsmarkt feststellen.  Viele wechseln zu Berufen mit hohem Fachkräftemangel: 28 Prozent von jenen mit einem EFZ, 45 Prozent von jenen mit einer Tertiärausbildung. Wie die berufliche Situation nicht nur fünf, sondern 10 und mehr Jahre nach dem EFZ aussieht, darüber gibt das BfS keine Antwort.

Ein Viertel der jungen Erwachsenen mit EFZ ist fünf Jahre nach dem Abschluss in einem höher qualifizierten Beruf tätig. Medienmitteilung BfS. 26.5.2020