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05.12.2019

Frauen und Wissenschaft


Das Bundesamt für Statistik hat neu den Bildungsindikator “Frauen und Wissenschaft” erstellt. Ein paar Zahlen aus der Datensammlung: 2017 gibt es an Schweizer Hochschulen und in der Wirtschaft 65 Prozent Forscher und 35 Prozent Forscherinnen. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 betrug der Anteil Forscherinnen gerade mal 20 Prozent. 

International gesehen ist der Frauenanteil in der Forschung am höchsten in Island (46 Prozent). Es folgen Portugal (44 Prozent) und Spanien (40 Prozent). Am niedrigsten ist der Anteil Frauen in Japan (14 Prozent), Korea (20 Prozent) und den Niederlanden (26 Prozent). In Frankreich beträgt der Frauenanteil in der Foschung 27 Prozent, in Deutschland 28 Prozent, in Österreich 29 Prozent. In Italien ist er gleich hoch wie in der Schweiz: 35 Prozent. 

Am Gymnasium beträgt der Frauenanteil 55 Prozent. Danach nimmt ihr Anteil ständig ab und der Anteil Männer ständig zu. Beim Masterabschluss sind sind Männer und Frauen gleichauf. In der Forschung schrumpft der Frauenanteil (siehe oben) auf rund einen Drittel. Auf der höchsten Forschungsstufe, der Stufe “Seniorität”, beträgt er nur noch 24 Prozent.

Am höchsten ist der Anteil Frauen in den Agrarwissenschaften und im Veterinärwesen (57 Prozent), gefolgt von den Geisteswissenschaften und Künsten (52 Prozent). Am niedrigsten ist der Frauenanteil in den Naturwissenschaften (32 Prozent) und im Ingenieurwesen (25 Prozent).


Frauen und Wissenschaft. BfS. 2019