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07.04.2016

Gymnasiale Maturität: Empfehlungen der EDK


Der Verein Schweizer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer (VSG) nimmt Stellung zu den Empfehlungen der EDK-Generalversammlung vom 17. März 2016 zur gymnasialen Maturität.

Der VSG begrüsst das Interesse der EDK an der gymnasialen Bildung und ihre Absicht, am prüfungsfreien Zugang zu den universitären Hochschulen für Inhaber einer gymnasialen Maturität festzuhalten. Die EDK anerkennt damit die Qualität des Schweizer Gymnasiums und dessen wichtige Stellung in der Schweizer Bildungslandschaft.

Der VSG möchte folgende Punkte hervorheben: 

Umsetzung und Finanzierung
Vor der Umsetzung ist es nötig, die Lehrkräfte und Schulleitungen zu informieren, ihnen eine gute Weiterbildung anzubieten und den Bericht zum Teilprojekt 1 zu vervollständigen, damit die Lehrpläne der Kantone und Schulen angepasst werden können.
Bis heute ist die Finanzierung der Umsetzung nicht gesichert. Erst wenn diese Voraussetzungen in den Kantonen erfüllt sind, können die Teilprojekte umgesetzt werden, ohne dass die übrigen Bereiche der gymnasialen Bildung in Mitleidenschaft gezogen werden. 

Organ der Umsetzung: Schweizerische Maturitätskommission
Die Schweizerische Maturitätskommission als Fachkommission für das Gymnasium von EDK und SBFI muss mit der Umsetzung des Teilprojekts 1 beauftragt werden. 

Teilprojekt 1: Basale Kompetenzen in Erstsprache und Mathematik
Der im Bericht zum TP1 noch lückenhafte Teil zu Mathematik muss vervollständigt werden. 
Der ganze Bericht muss auf Französisch und Italienisch übersetzt werden, insbesondere die didaktischen Hinweise. 

Teilprojekt 3: Gymnasium – Universität
Um die Beziehung zwischen Gymnasien und Universitäten zu verstärken, müssen neben Swissuniversities auch die Gymnasien, ihre Rektoren, ihre Lehrkräfte und die Kommission Gymnasium – Universität (KGU) einbezogen werden. 

Teilprojekt 5: Dauer des Gymnasiums
Der VSG bedauert, dass die EDK das Teilprojekt 5 zur Dauer des Gymnasiums nicht erwähnt. Die Studie EVAMAR II von 2008 hat deutlich gezeigt, dass die Resultate der Studierenden nach 4 oder 5 Jahren Gymnasium deutlich besser sind als nach einer kürzeren Dauer des Gymnasiums. Aus diesem Grund muss die Frage nach der Minimaldauer des Gymnasiums auf der nationalen Ebene diskutiert werden. 

Kontakt
Carole Sierro, Präsidentin, 078 802 64 65 (f/d)
Gisela Meyer Stüssi, Vize-Präsidentin, 079 389 38 28 (d)