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04.02.2019

Schweiz - Mehr Schulhäuser nötig


In der Schweiz müssen neue Schulhäuser gebaut werden, weil die Bevölkerung wächst. Das geht aus aktuellen Daten von Wüest Partner hervor. Laut den Bevölkerungsprognosen beträgt die Zunahme allein auf der Primarstufe in den nächsten zehn Jahren 56'000 Schulkinder bzw. 2'200 zusätzliche Klassen. Das Wachstum zeigt sich auch im Kindergarten und nachgelagert auf den Sekundarstufen I und II sowie auf Tertiärstufe. Der Anstieg betrifft vor allem Grossstädte. Dort ist im nächsten Jahrzehnt auf der Primarstufe mit einem Anstieg von 15 bis 30 Prozent zu rechnen. Betroffen sind auch die angrenzenden Regionen mit hoher Wohnbautätigkeit. Betroffen sind aber auch Mittel- und Kleinstädte. Dort beträgt das Wachstum 20 bzw. 15 Prozent. Zum Beispiel für die Region Luzern rechnet Wüest Partner mit 20 Prozent Wachstum, für die Region Aarau mit 17 Prozent, für die Bodenseeregion mit 15 Prozent. Zwar führt das Bevölkerungswachstum auch zu höheren Steuereinnahmen, trotzdem dürfte die Finanzierung neuer Schulhäuser oder Erweiterungsbauten für viele Gemeinden zur Herausforderung werden.

 

Schmid, Patrik (Wüest Partner): Neue Schulhäuser braucht das Land. NZZdomizil. 2. Februar 2019