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21.12.2018

Schweiz - HochschulabgängerInnen und Arbeitsmarkt


Von den MasterabsolventInnen universitärer Hochschulen, die ihren Abschluss im Jahr 2012 gemacht haben, sind fünf Jahre später, also 2017, 3,2 Prozent erwerbslos. Das zeigen aktualisierte Zahlen des Bundesamts für Statistik BfS. Von den BachelorabsolventInnen von Fachhochschulen sind es 2,0 Prozent und von den Pädagogischen Hochschulen 0,6 Prozent. Bei den UH-MasterabsolventInnen unterscheidet sich die Erwerbslosigkeit nach Fachbereichen nur geringfügig. Sie reicht von 1,6 Prozent (Medizin und Pharmazie) über 2,8 Prozent (Geistes- und Sozialwissenschaften; Wirtschaftswissenschaften) bis 5,5 Prozent (Exakte und Naturwissenschaften). Bei den FH-BachelorabsolventInnen reicht die Erwerbslosigkeit von 0 Prozent (Angewandte Linguistik; Musik, Theater und andere Künste; Land- und Forstwirtschaft) bis 5,4 Prozent (Chemie und Life Science). Zum Vergleich: 2017 beträgt die Erwerbslosenquote der Schweizer Erwerbsbevölkerung 4,8 Prozent. Das heisst: Die Erwerbslosenquote aller Hochschultypen ist deutlich tiefer als der Schweizer Durchschnitt.

Die Ausbildungsniveauadäquanz lässt sich ebenfalls sehen: 94 Prozent der PH-AbsolventInnen sind adäquat beschäftigt, UH-MasterabsolventInnen zu 87 Prozent, FH-BachelorabsolventInnen zu 68 Prozent. Aufgeschlüsselt nach ausgewählten Fachbereichsgruppen ergibt das bei den UH-MasterabsolventInnen folgende Werte: 96,2 Prozent (Medizin und Pharmazie), 85,6 Prozent (Wirtschaftswissenschaften), 80,2 Prozent (Geistes- und Sozialwissenschaften).

Zu den Löhnen: Fünf Jahre nach Abschluss erreichen UH-MasterabsolventInnen in den Bereichen Wirtschaft, Recht und Medizin mit rund 100'000 Franken das höchste Einkommen. Bei den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie den Exakten und Naturwissenschaften sind es rund 90'000 Franken. Bei den FH-BachelorabsolventInnen erreicht fünf Jahre nach Abschluss der Bereich Wirtschaft mit 93'000 Franken das höchste und der Bereich Musik, Theater und andere Künste mit 59'700 Franken das niedrigste Einkommen.

 

BfS: Ergebnisse zur Schweizer Hochschulabsolventenbefragung der Abschlussjahrgänge 2012 und 2016. 2018