< Eine Landessprache als erste Fremdsprache in der ganzen Schweiz
03.09.2015

Adäquate Maturitätsquote und keine Einheitsmatur

Der Verein Schweizerischer Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer (VSG) ist empört über die völlig haltlosen Angriffe auf das Gymnasium in der Presse der vergangenen Tage.


Die Qualität der Schweizer Matur ist erwiesenermassen sehr gut. Es besteht weder von der Organisation noch von der Quote her ein Handlungsbedarf. Die Forderungen nach einer Quotensenkung und nach einer einheitlichen Zentralmatur sind daher völlig aus der Luft gegriffen. Die zentralen Abschlussprüfungen der Nachbarstaaten zeigen in aller Deutlichkeit, dass dies faktisch zu einer Niveausenkung und gleichzeitig zu einer unerwünschten Quotenerhöhung führt.

Die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) ist daran, mit fünf Projekten die Qualität der gymnasialen Matur zu garantieren und den prüfungsfreien Hochschulzugang auch künftig sicherzustellen. Der VSG empfiehlt, zunächst die Resultate dieser Projekte abzuwarten.

Die gymnasiale Maturitätsquote hat sich in den letzten 20 Jahren gemäss Bundesamt für Statistik (BfS) auf etwa 20% eingependelt. Dieses Gleichgewicht spiegelt sich auch in der sehr tiefen Arbeitslosenrate in der Schweiz. Es besteht also kein Grund für eine Änderung.

Kontakt:
Carole Sierro, Präsidentin, 078 802 64 65 (f)
Gisela Meyer Stüssi, Vizepräsidentin, 079 389 38 28 (d)

Medienmitteilung (PDF)