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05.01.2019

USA - Wachsende Bildungskritik


58 Prozent der Republikaner sind der Meinung, dass Colleges und Universitäten dem Land schaden. Nur 36 Prozent sind der Meinung, dass sie etwas nützen. Das zeigen aktuelle Umfragen, publiziert durch die Washington Post. Die Auffassung, dass es höhere Bildung nicht braucht, argumentiert in der Regel mit grossen Firmen wie Google oder Apple, die keinen College-Abschluss mehr verlangen. Oder man verweist auf Prominente wie Bill Gates oder Marc Zuckerberg, die das Studium nicht abschlossen. Diesen Mythen stellt der Artikel aktuelle Evidenz gegenüber: Je reicher die Eltern, desto eher schicken sie ihre Kinder ins College. (Chetty 2015). Höhere Bildung führt zu höheren Einkommen - auch für Kinder aus armen Schichten. Hingegen stimmt es, dass gewisse Branchen und Jobs trotz höherer Bildung immer schlechter bezahlt sind. Lehrpersonen zum Beispiel verdienen mittlerweile 17 Prozent weniger als der Durchschnitt, vor zwanzig Jahren waren es noch vier Prozent weniger. Gleichzeitig steigt die Verschuldung fürs Studium, weil der Staat die Bildungsausgaben zurückfährt. Für ein Medizinstudium verschuldet man mit durchschnittlich 250'000 Dollar.

 

Strauss, Valerie: Four common lies about higher education. Washington Post. 3.1.2019