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07.01.2018

Schweiz – Hans Ambühl zieht Bilanz


Der pensionierte Generalsekretär der EDK Hans Ambühl äussert sich in der NZZ zur Schweizer Bildungspolitik der letzten Jahre. Beim Lehrplan 21 sieht er nach einer Phase der Instrumentalisierung von Bildungsthemen eine Versachlichung der Debatte. Am Ziel der Harmonisierung hält er fest – und grenzt dieses von Standardisierung ab. Für die Gymnasien wünscht er sich verbindlichere Richtlinien. Die Maturitätsquoten sollen aber nicht über eine einheitliche Zahl erreicht werden, sondern über vergleichbarere Leistungsanforderungen. Eine gesamtschweizerische Matura lehnt er ab. Obwohl Lehrer in der Volksschule über Reformitis klagen, betont Ambühl die Notwendigkeit von Bildungsreformen, da sich auch die Berufswelt wandelt. Die Anspruchshaltung der Eltern sei gestiegen, sagt Ambühl. Von «Bildungsabbau» mag er insgesamt nicht reden, doch Massnahmen wie z.B. Zwangsferien einzelner Kantone lehnt er ab.