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11.11.2017

Schweiz - Relativer Anstieg der Bildungskosten?


Die öffentlichen Bildungsausgaben der Schweiz sind von rund 23 Milliarden (2001) auf 36 Milliarden (2014) angestiegen. Zu indexierten Preisen bedeutet das einen Anstieg von 47 Prozent. Im gleichen Zeitraum sind die Gesamtausgaben um 26 Prozent und das BIP um 28 Prozent gestiegen. Die Ausgaben für Bildung sind also überproportional angestiegen. Im Jahr 2000 machte die Bildung 14,3 Prozent der Gesamtausgaben aus. Im Jahr 2014 17.3 Prozent. Gemessen am BIP stieg der Anteil der Bildungskosten von 4.9 (2000) auf 5.6 Prozent (2014). Ist das für eine Bildungsnation wie die Schweiz nun viel oder wenig?

 

Einen Anhaltspunkt kann hier der Vergleich mit anderen OECD-Ländern liefern. Allerdings rechnet die OECD etwas anders. Die öffentlichen Bildungsangaben der OECD liegen im Durschnitt bei 4.4 Prozent. Den Schweizer Wert gibt die OECD mit 4.7 Prozent an. Am höchsten sind die Werte in Dänemark (6.3), Norwegen (6.1), Island (5.7), Finnland und Belgien (5.6 Prozent). Ein Vergleich mit unseren Nachbarn zeigt: Gemessen am BIP gibt die Schweiz mehr für Bildung aus als Italien (3.6) und Deutschland (3.7), gleich viel wie Österreich und etwas weniger Frankreich (4.8 Prozent). Laut OECD nahm in der Schweiz der Anteil öffentlicher Bildungsausgaben am BIP in den letzten zehn Jahren nicht zu, sondern er blieb stabil. 2005 betrug er 4.8 Prozent, heute liegt er bei 4.7 Prozent.