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13.09.2017

Zürich - 25-jährige Verlustgeschichte


Die gegenwärtigen Spar- bzw. Abbaumassnahmen in Zürich sind die Fortschreibung einer 25-jährigen Verlustgeschichte. Das sagen in der NZZ die Rektoren Martin Zimmermann und Konrad Zollinger. In den letzten 25 Jahren sind rund ein Viertel der Deutsch- und Mathematiklektionen bzw. ein Dreiviertel-Schuljahr verloren gegangen - beim gleichbleibenden Ansprüchen. Nun müssen u.a. Freifächer und Halbklassen-Unterricht gestrichen werden. Die Sprachlehrer müssen eine Lektion mehr, also neu 23 Lektionen unterrichten. Zudem nimmt die Klassengrösse zu. Die Innovationen an den Schulen z.B. im Bereich Integrationsförderung oder bei der Vermittlung von Arbeitstechniken werden laut Zimmermann und Zollinger von den Behörden kaum wahrgenommen. Stattdessen werden Anforderungen wie die "basalen Studierkompetenzen" oder Standardisierungsvorgaben ans Gymnasium herangetragen. Ungelöst ist das Problem der Chancengerechtigkeit. Während in der Stadt der Run aufs Gymnasium zunimmt, nehmen die Anmeldungen auf dem Land ab. Die Qualität der Gymnasien sehen die beiden Rektoren in der Heterogenität des Lernens und in der Motivation der Lehrpersonen.