Stellungnahme zum Bildungsbericht 2010
EDK und Bund wollen alle vier Jahre einen Bildungsbericht als Basis für politische Entscheide. Der Bericht 2010 hat auch Schwachstellen.
Wo bleibt die Allgemeinbildung?
Es irritiert den VSG, dass auf Bundesseite nur das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie als Auftraggeber in Erscheinung tritt. Wenn Allgemeinbildung bloss als Anhang der Berufsbildung und Grundlagenforschung bloss als Vorstufe zu Technologie gesehen würde, wäre dies ein schlechtes Zeichen für das zukünftige Bildungsdepartement.
Öffentlichkeit - Wissenschaftlichkeit
Der VSG bedauert sehr, dass der Bildungsbericht 2010 – mit öffentlichen Geldern finanziert - nicht als pdf-Dokument elektronisch zur Verfügung steht.
Ein wissenschaftlicher Bericht darf keine politischen Werturteile enthalten: Der VSG ist – im Gegensatz zur Formulierung im Bericht auf Seite 232 - weiterhin für den Zugang zu den PH auch über die Fachmaturität „Erziehung“.
Aus der Antwort des VSG an die EDK
Zur Untervertretung sozial benachteiligter Schichten: Wesentlich sind die Förderung in vorangehenden Stufen, die Information und das Stipendienwesen. Das Untergymnasium scheint (Seite 135) auch für diese Gruppe ein gutes Förderinstrument zu sein.
Zur Genderproblematik: Der VSG erwartet von den Behörden die Suche nach Massnahmen, die
- das Gymnasium für junge Männer attraktiver machen und
- im Berufsbildungsbereich qualifizierte Ausbildungsplätze für anspruchsvolle junge Frauen schaffen.
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