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Mindestens 4 Jahre Gymnasium!

Unsere Forderung: «Mindestens vier Jahre Gymnasium»

Studien zeigen, dass die minimale Unterrichtsdauer eine wesentliche Voraussetzung für gute Qualität ist.

Doch die Politik schlägt in den Wind, was Gymnasiallehrer und Rektoren, Maturitätskommission und Mittelschulämterkonferenz empfehlen. „Die Dauer der gymnasialen Maturität wird auch ein Thema sein, aber erst in einer zweiten Phase“, schreibt die EDK in éducation No. 2 2010. – Der VSG muss auf Bundesebene aktiv werden.

Der VSG verlangt von der Eidgenossenschaft, d.h. vom Eidgenössischen Departement des Innern, und von der EDK, dass sie die Dauer des Gymnasiums für die ganze Schweiz auf mindestens 4 Jahre ohne Ausnahme vereinheitlichen. Der zweite Teil von MAR Art. 6, alinea 2 muss demnach gestrichen werden ("Ein dreijähriger Lehrgang ist möglich...").

Zukunft des Gymnasiums

Der VSG setzt sich intensiv mit den vielen neuen Studien und Berichten auseinander, die die Situation des Gymnasiums auf unterschiedliche Weise analysieren und dementsprechend differierende – und gelegentlich widersprüchliche – Vorschläge machen. Der VSG sieht keine Notwendigkeit für eine Strukturreform durch eine MAR-Totalrevision. Hingegen sieht er viele Ansatzpunkte für innere Reformen. Er greift Punkte auf, die in den vier wichtigsten Studien, insbesondere in EVAMAR II, dokumentiert sind, und ergänzt sie.

Der Zentralvorstand hat zwei Dokumente vorbereitet:

ETH (2009)

Der von der ETH Zürich in Auftrag gegebene Vergleich von Matura- und Basisprüfungsnoten machte Schlagzeilen. Er findet eine hohe Korrelation. Maturanoten haben einen guten Prognosewert. Das freut die Gymnasien.

Der VSG begrüsst gut dokumentiertes Feedback von universitärer Seite sofern es in einer auch für Laien verständlichen Weise auf die Grenzen hinweist. Er wünscht in sinnvollen Perioden Ähnliches auch von anderen Studienrichtungen, beispielsweise der Medizin oder den Pädagogischen Hochschulen. Der VSG erwartet, dass die Schuldaten den einzelnen Schulen zur Verfügung stehen, ist jedoch gegen ein Ranking.

Artikel im GH 01/2009